• Home
  • News
  • Features
  • Stories
HHV Journal
HHV Journal
  • Home
  • News
  • Features
  • Stories
  • Allgemein

HHV Portraits: Keigo

  • Montag, der 8. Juni 2026
Total
0
Shares
0
0
0

HHV Portraits

Keigo


HHV Portraits widmet sich den Menschen, die uns mit ihrer Kreativität, ihrer Perspektive und ihrem Alltag inspirieren. Es ist eine Möglichkeit, zuzuhören, Menschen kennenzulernen und die Persönlichkeiten festzuhalten, die die Welten von Musik, Fashion und Kultur weit über Produkte hinaus prägen.

Für diese Ausgabe haben wir Keigo Kani in Tokio getroffen. Als Mitarbeiter bei BEAMS und tief mit der kreativen Landschaft der Stadt verbunden, sprach Keigo mit uns über persönliche Einflüsse, Stil jenseits von Trends, Orte und Erfahrungen, die ihn weiterhin inspirieren, sowie die Musik, die ihn zuletzt begleitet hat.

Hier sind seine Antworten;

Wer bist du, und was prägt dich außerhalb deiner Arbeit?

Hi, ich bin Keigo. Ich arbeite, glaube ich, seit über 15 Jahren bei BEAMS. Ehrlich gesagt überrascht es mich selbst manchmal, dass ich schon so lange Teil von BEAMS bin. Angefangen habe ich als Verkäufer und habe ungefähr zehn Jahre hauptsächlich im Store gearbeitet – eine Zeit, die ich geliebt habe, weil ich dort unglaublich viel gelernt habe: über Mode, Kultur und darüber, wie schön es ist, im Team zu arbeiten.

Heute bin ich Teil des Global Teams und hauptsächlich für das internationale Wholesale-Geschäft verantwortlich. Wir bei BEAMS haben unsere eigenen Inhouse-Marken, und wir befinden uns gerade in einer Phase, in der wir unser Geschäft global ausbauen. Aber es geht nicht nur darum, Produkte zu vertreiben – ich würde sagen, meine eigentliche Mission ist es, den BEAMS-Vibe weltweit zu verbreiten. Ich möchte Menschen durch unsere Produkte und Erlebnisse glücklicher machen.

Ich glaube, die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben ist bei mir auf eine sehr positive Weise verschwommen. Ich arbeite so, als würde ich spielen – was bedeutet, dass ich meine Arbeit wirklich genieße. Zum Glück ermöglicht mir meine aktuelle Position, viele Länder zu bereisen und diese Erfahrungen aus erster Hand zu erleben, was unglaublich inspirierend ist. Deshalb ist es schwer zu beantworten, was mich „außerhalb der Arbeit“ prägt. Aber ich würde sagen: die Menschen, denen ich begegne, Beziehungen, Sounds, Essen, Produkte – alles, was ich erlebt habe, macht mich zu dem, der ich bin, und zur Hauptfigur meines eigenen Lebens.

Du lebst und arbeitest in Tokio – was inspiriert dich dort weiterhin kreativ?

Mittlerweile weiß ich, dass Tokio eine der faszinierendsten Städte der Welt ist. Aber ehrlich gesagt wusste ich das früher nicht. Als Local war alles in Tokio einfach normal für mich, weil ich hier geboren und aufgewachsen bin. Stattdessen habe ich als Teenager immer zur westlichen Kultur aufgeschaut.

Das Lustige daran ist aber, dass ich erst durch Freunde aus dem Ausland verstanden habe, wie unglaublich Japan eigentlich ist. In den letzten Jahren kommen ja immer mehr internationale Besucher nach Tokio, und sie haben uns ständig Komplimente gemacht und schöne Dinge über Japan gesagt. Ich dachte immer: Warum eigentlich? Ich habe japanische Kultur als selbstverständlich angesehen und ihren Wert erst durch Außenstehende erkannt. Seitdem sehe ich Tokio mit einer viel positiveren Perspektive.

Es ist auch schwer, nur eine Sache zu nennen, die mich kreativ inspiriert, aber ich glaube, Tokio ist besonders gut darin, einzigartige Kulturen aus verschiedenen Ländern und Zeiten aufzunehmen und daraus etwas Eigenes zu machen – den Tokio-Stil. Tokio ist auf eine positive Art chaotisch.

So ähnlich wie die Ura-Hara-Kultur der 90er Jahre: Die wichtigen Leute dieser Zeit haben bestehende Kulturen miteinander vermischt und ihren eigenen Stil geschaffen. Diese Fähigkeit des Editierens und Kombinierens ist eine der größten Stärken Tokios – und inspiriert mich ganz organisch.

Und natürlich sind es auch die Menschen. Tokio ist besonders heute ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen. Menschen, die ihr eigenes Ding machen und ihr eigenes Feld haben, inspirieren mich unabhängig von Kategorien.

Wie würdest du deinen persönlichen Stil in wenigen Worten beschreiben?

Mix and Match, Durcheinander und Editing.

Ähnlich wie bei der vorherigen Frage: Ich habe nie gedacht, dass es cool ist, Japaner zu sein. Eher im Gegenteil – ich hatte lange einen Minderwertigkeitskomplex. Weil ich als Jugendlicher so sehr amerikanische Kultur mochte, wollte ich Amerikaner sein beziehungsweise habe versucht, Amerikaner zu kopieren.

Aber als ich im BEAMS JAPAN Flagship Store gearbeitet habe, wo viele internationale Kunden waren, habe ich gemerkt, dass mir dadurch Identität und eigener Stil fehlten – und ehrlich gesagt wirkte es sogar etwas lame. Da wurde mir klar, dass ich stolz auf meinen Background sein sollte, weil genau das mich interessant macht.

Seitdem macht es mir Spaß, japanische Produkte mit Americana oder internationalen Produkten zu kombinieren. Gleichzeitig trage ich gerne Dinge mit Bedeutung. Die Geschichte hinter einem Produkt ist mir wichtig – wie ich es bekommen habe oder wer es gemacht hat.

Ich folge nicht einfach Trends. Ich versuche immer, meinen eigenen Stil zu finden und ich selbst zu bleiben. Nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Proportionen, Farbkompositionen, Materialien und vielem mehr. Ich weiß, dass das wahrscheinlich eine nie endende Geschichte ist – genau deshalb macht Mode Spaß.

Gibt es ein Teil in deinem Kleiderschrank, zu dem du immer wieder zurückkehrst? Was macht es besonders?

Ich würde sagen: Vintage-Bandanas.

Bandanas haben unzählige Muster, die mich faszinieren – fast wie Kunst. Ich trage eigentlich immer eines in der linken Gesäßtasche meiner Hose.

Bandanas sind unglaublich vielseitig. Man kann sie als Accessoire um den Hals tragen. Wenn im Sommer die Sonne brutal scheint, trägt man sie auf dem Kopf. Warum nicht ums Handgelenk als Armband? Man kann damit seine Lunchbox einwickeln, sich nach dem Händewaschen die Hände abtrocknen, sie als Maske tragen, an die Tasche binden oder um die Hüfte knoten.

Und wenn dein Partner weint, solltest du die Tränen natürlich mit deinem Lieblingsbandana wegwischen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich liebe es, meinen Stil mit einem Bandana persönlicher zu machen. Und weil ich verrückt nach Thrifting bin, sammle ich natürlich Vintage-Bandanas.

Was hörst du aktuell, und welche Musik inspiriert dich momentan?

YONLAPA – eine Band aus Chiang Mai in Thailand.

Ihre Musik ist mellow, entspannt und gleichzeitig nostalgisch. Sie passt perfekt, wenn ich meinen alten Buick Wagon von 1995 fahre.

Wenn du einfach du selbst sein und in deinem eigenen Tempo leben willst, hör dir YONLAPA an.

IYKYK – unbedingt auschecken!


Total
0
Shares
Share 0
Tweet 0
Pin it 0
Dir könnte auch gefallen
Weiterlesen
  • Allgemein

HHV & New Balance present: grey days

  • Freitag, der 29. Mai 2026
Weiterlesen
  • Allgemein

Built with Purpose: REGAL Shoe & Co. x HHV U-Tip GTX

  • Mittwoch, der 20. Mai 2026
Weiterlesen
  • Allgemein

24 hours On the clouds

  • Freitag, der 8. Mai 2026
Weiterlesen
  • Allgemein

Click Clique x Tiana Lenz: Launch Event Recap

  • Montag, der 4. Mai 2026
Weiterlesen
  • Allgemein

HHVRUN: Keen Seek Trail Run Recap

  • Donnerstag, der 30. April 2026
Weiterlesen
  • Allgemein

Metalwood: Disrupting the Links

  • Freitag, der 24. April 2026
Weiterlesen
  • Allgemein

Birkenstock & Face Oka: Customisation Recap

  • Dienstag, der 14. April 2026
Weiterlesen
  • Allgemein

BEAMS: Spring / Summer 26

  • Dienstag, der 31. März 2026
  • Instagram
  • Facebook
Datenschutz und Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie
  • DE
  • EN
HHV Journal
  • Home
  • Online-Shop
  • Archiv
  • Datenschutz
  • Impressum
A Fashion Blog by HHV

Gib dein Suchwort ein und drücke Enter.

Kommentare werden geladen …