HHV Out Of Office
Rømø

Klare Luft. Endlose Küsten. Lange Sommerabende, die sich endlos zu dehnen scheinen. Nur ein paar Stunden von Berlin entfernt, und doch eine ganz andere Welt. Wir machten uns auf den Weg an die dänische Küste für die 6. Ausgabe von HHV Out Of Office, hin zu einer kleinen Insel, die nur über eine einzige Straße erreichbar ist und von Sand umgeben ist, so weit das Auge reicht.



Es gibt eine ganz bestimmte Art von Stille, die nur am Rande eines Kontinents existiert. Nicht wirklich Stille im eigentlichen Sinne — der Wind hört hier nie ganz auf, und die Gezeiten haben ihren eigenen Rhythmus, ziehen sich zurück und kommen wieder, wie ein angehaltener Atem. Aber es ist eine Stille, die einen wieder zu sich selbst finden lässt. Kein Verkehr. Keine Benachrichtigungen, die um Aufmerksamkeit konkurrieren. Nur das sanfte Rauschen der Wellen und gelegentlich der Ruf einer Möwe in der Luft.



Die Insel selbst ist kaum mehr als eine Andeutung. Ein schmaler Landstreifen, der über einen einzigen schmalen Damm mit dem Festland verbunden ist und bei kräftiger Flut überspült wird. Auf beiden Seiten gehen Dünen in Gras über, Gras weicht Sand, und Sand weicht einem Horizont, der kein Ende zu nehmen scheint. Es ist die Art von Ort, die das eigene Gefühl für Maßstäbe neu justiert, wo eine vierstündige Autofahrt aus einer Millionenstadt einen an einem Ort absetzt, der sich anfühlt wie der Rand der Landkarte.




Als wir schließlich unsere Sachen packten, um zurück nach Berlin zu fahren, fühlte sich die Version von „normal“, die wir zurückgelassen hatten, bereits etwas fremd an, vielleicht ein Beweis dafür, dass die besten Reisen nicht die sind, die man als Beweis für Abenteuer dokumentiert, sondern jene, die still und leise etwas in einem zurechtrücken.
























