Coming Soon: HHV x Schindelhauer

Vom Hinfallen und wieder Aufsteigen


Text: Henrik Kürschner

Ich bin Henrik und ein echter Berliner, einer aus‘m Westen. Für alle, die mich noch nicht kennen: Ich bin Künstler, Designer, DJ & Radfahrer. Ich mache einen Haufen Sachen, unter anderem habe ich eine Zeit lang mit den Jungs von Coarse Toys Designer Toys gemacht und auch in China produziert, ich habe schon immer aufgelegt mit Jungs wie Kalle Kuts, DJ Alex von Such a Sound, DJ Zen, André Langenfeld um nur einige Freunde zu nennen. Ich war auch für einige Zeit einer von den Jungs, die das Sneakers Magazine rausgebraucht haben, aber das ist auch schon lange her. Ich hab mit dem Lodown Magazine Dinge gemacht und war für schlappe hundert Ausgaben bei den Berlinern von Style & the Family Tunes mit dabei.

Vom Skateboard auf’s Fahrrad

Nach 25 Jahren auf dem Skateboard bin ich dann doch auf dem Fahrrad gelandet. Ich war in Tokio und sollte einen Freund interviewen, was soweit auch gelang, doch meinte er dann wir sollten mal zusammen Rad fahren. Leider war ich nicht in der Verfassung, weder körperlich (viel zu fett und unbeweglich und vor allem keinen Bock), noch geistig, denn die Idee von körperlicher Ertüchtigung schien mir in diesem Moment eher nicht so zuträglich zu sein. Hiroshi, mein Freund aus Tokio, ließ aber nicht davon ab und redete mehr als zwei Stunden auf mich ein. Es kam wie es kommen musste, ich willigte ein. Wir radelten durch eine schwüle Tokioter Nacht auf Rädern, die es sonst nur auf Radrennbahnen zu sehen gibt. Es gab nichts am Rad, nicht mal Bremsen und was noch besser ist: Du musst immer treten, denn es ist eine starre Nabe, und die macht nur das was du machst. Nach einem blutigen Knie und einem Bock der nicht das wollte, was ich wollte, war ich dann Nachts im Yoyogi Park und hab ein bisschen geübt. Ich wollte besser werden auf diesem Fahrrad und ich sollte es irgendwann auch werden. Nach einigen weiteren Fahrten ging’s dann nach Hause, mit dem schwersten Muskelkater der Welt im Gepäck und einer Mission: Ein Fahrrad muss her.

In Berlin angekommen, ging ich sofort zu dem Fahrradladen des Vertrauens und kaufte ein Rad. Ab da habe ich dann sofort angefangen zu radeln, sogar den ganzen Winter durch. Ich beschloss also: Frühling kommt ja wieder und weiter geht’s. Ich fahre nur noch Fahrrad und verkaufe mein Auto, weil sich für mich der Sinn nicht mehr zeigt, ein Auto zu besitzen. Das war’s dann, Auto weg. Und ich hab angefangen, überall hin nur noch zu radeln. Nie werde ich vergessen, wie schwer es war, zum Müggelsee zu fahren und dann wieder nach Hause zu kommen und alles, ich meine wirklich ALLES zu essen was der Kühlschrank hergab. Und als das alle war, blieb nur noch der Gang zum Chicken-Mann auf der Sonnenallee und da hab ich dann nochmal 20 Euro versenkt, um dann den Späti zu besuchen und nochmal sicherheitshalber eine Spezi oder drei, vier Spezis neben das Bett zu stellen. Ich dachte ich müsste die Welt aufessen, ich schwör‘s euch. So fing das also an, ein dicker Mann auf dünnen Reifen.

Ab dann ging das los, richtig los. Bei meiner ersten Tour fuhren wir dann von London nach Paris in zwei Tagen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie wahnsinnig ich geweint habe unter dem Eifelturm. Nie hab ich Paris mehr geliebt, als in diesem Moment. Die nächste Tour ging dann nach Japan dann auch noch zu den Messenger World Championships. Hinfallen und immer wieder Aufsteigen, lautete die Devise. Nach einer längeren Station in Hongkong, bin ich nunmehr wieder in meinem Zuhause, Berlin und merke, dass das meine Stadt ist und bleibt. Und was immer ich mache, das Fahrrad ist dabei, immer.

HHV x Schindelhauer

Soviel zu meiner Story über das Radfahren. Als das Team von HHV angerufen und gefragt hat, ob ich ein Rad testen mag, hab ich nicht lange gezögert. Als dann klar war, mit welchem Fahrradhersteller sich HHV zusammengetan hat, gab es von mir nur ein knappes »Juhuu« und los ging’s. Schindelhauer Bikes kenne ich schon einige Jahre und dass die echt besondere Räder machen, wusste ich. Zusammen mit HHV haben sie nun ein slickes schwarzes Singlespeed mit reflektierenden Details, einer Tasche vorne am Rack und jeder Menge Spaß am Rad gemacht.

Limitiert auf nur 20 Exemplare, ist das gute Stück ein voller Gewinn für jeden, der es sein Eigen nennen darf. Schon nach echt kurzer Zeit war Modell »Jacob« – der Night Rider – in all black für Rides in der Sonne und bei Nacht da. Auf den ersten Blick recht unscheinbar, aber auf den zweiten Blick dann doch ein Höllengerät. Vor allem der Riemenantrieb macht alles unvorstellbar ruhig und es ist ein wunderbares Gefühl, beinahe lautlos durch die Stadt zu gleiten. Am Wochenende in der Sonne zum Wannsee und mit Sonnenbrand auf den Armen durch den Grunewald nach Hause radeln – pure bliss. Bis nachts dann noch durch die Stadt fahren, Freunde treffen, Schleichwege erkunden. Den Soundtrack bildet natürlich die beste Musikselektion von HHV auf den Ohren, die mit einem Grinsen auf dem Gesicht laut mitgeträllert wird. Ich hab bei der Gelegenheit übrigens auch mal die Tasche ausprobiert und ich sag euch: Die ist der Knaller. Badeshorts, Handtuch, Sonnenmilch, Spezi, alles am Start. Der Sommer wird unfassbar.

 

Ich hab nicht nur das Fahrrad getestet und für bestens befunden, sondern durfte die Schindelhauer-Jungs besuchen und mit ihnen über ihre Firmengeschichte und natürlich über das HHV x Schindelhauer Bike sprechen. Die komplette Story über meinen Besuch bei Schindelhauer in Berlin-Kreuzberg gibt’s sehr bald genau hier im HHV Journal. Stay tuned!

Erhältlich ab 6.6. – online & instore

Das auf 20 einzeln nummerierte Exemplare limitierte HHV x Schindelhauer »Jacob« Bike wird exklusiv bei HHV ab dem 6. Juni 2019 (18 Uhr) online und instore erhältlich sein. Gemeinsam mit den guten Jungs von Schindelhauer wird diese Kooperation bei einem Launch Event im HHV Store mit free Food & Drinks, einem spannenden Veloduell sowie guter Musik ausgiebig gefeiert. Kommt rum!

6.6.19 | 18-22 Uhr | HHV Store | Grünberger Str. 54 | 10245 Berlin
Launch Event | Veloduell | Food & Drinks | Music