Nike Air Max 270 React »Bauhaus«


Text: Sebastian Nicu

1919 war ein großartiges Jahr, auch wenn das vermutlich kein einziger Leser als Zeitzeuge bestätigen kann. Bei all dem Hype um den italienischen Likör Aperol, der in diesem Sommer sein 100-jähriges Bestehen feiert, gerät es fast in Vergessenheit, dass auch eine weitere, ebenso wichtige, kulturelle Errungenschaft 2019 ein wichtiges Jubiläum feiert. Die Rede ist von der Kunstschule Bauhaus. Ähnlich wie beim Sommer im Glas, beginnt auch die Geschichte der deutschen Institution im Jahr 1919, allerdings konzentrierte man sich in Weimar eher auf eine minimalistische Designsprache, als auf einen süffigen Rausch im Sonnenschein. So, genug vom Lieblingscocktail der Italiener, Bloggermädchen und mir. Schließlich soll es hier ja um Schuhe gehen. Keine Angst, nach einem kurzen Ausflug in Richtung Design und Architektur geht’s dann auch wirklich um Schuhe und am Ende macht alles Sinn, versprochen!

Obwohl Walter Gropius die Schule in Weimar gründete, verbindet man sie heute am stärksten mit Dessau in Sachsen-Anhalt, wo sie von 1926 bis 1932 Architektur, Kunst und Handwerk nachhaltig prägte. Als Reaktion auf die im 1. Weltkrieg erlebten Traumata, wollten Gropius und die beiden weiteren Direktoren des Bauhauses, Hannes Meyer und Ludwig Mies Van der Rohe den Alltag in Deutschland neu gestalten: Jungen Menschen sollte die Möglichkeit geboten werden, ihre Kreativität zu entfalten und dadurch das Weltbild zu beeinflussen. Der Fokus lag hier allerdings nicht bei der Erschaffung von Kunstwerken, sondern erstmals bei der Gestaltung von Gebrauchsgegenständen wie Tapeten, Aschenbechern und Möbeln. Den Meistern der Schule wurde außerdem vermehrt die Möglichkeit gegeben, urbane Räume architektonisch zu prägen. Bauten wie die 1928 entstandenen Gropius-Häuser in Berlin Zehlendorf, oder die 1927 unter Mies van der Rohe entworfene Weißenhofsiedlung in Stuttgart verkörpern mit ihrer simplen Designsprache den Kern des Bauhauses und stehen dadurch in einem extremen Kontrast zum verschnörkelten, etwa zeitgleich stattfindenden Art Déco-Stil, der vor allem das Pariser Stadtbild prägte. Auch das 1957 nach den Plänen des Architekten und Le Corbusier in Berlin errichtete Corbusierhaus, das wir in dieser Strecke zeigen, ist mit seinen klaren Formen ein typischer Vertreter der Bauhaus-Ästhetik. Der für das Bauhaus typische Minimalismus hat auch heute noch großen Einfluss auf (Innen-)Architektur, Industriedesign, Kunst und Mode. Jetzt ist aber auch mal gut, denn HHV steht ja nicht für »Herrliche Häuser Verein«.

Ähnlich wie das Dessauer Bauhaus, kombiniert auch ein gewisser Sportschuhhersteller aus Beaverton oftmals Kunst und Funktionalität bei seinen Produkten. Besonders auffällig war das in Nikes HTM-Ära, benannt nach den drei Designern, die sich hierfür Anfang der 2000er Jahre zusammengetan hatten: Hiroshi Fujiwara, gründer von Fragment Design, Tinker Hatfield, der seine Karriere als Architekt begann und später Nikes Designsprache mit Modellen wie dem Air Max 87 oder dem Air Jordan 1 prägte wie kein zweiter und zu guter Letzt Matt Parker, der CEO und Präsident des Unternehmens. Die von ihnen entworfenen Sneaker waren meist mit aktuellsten Technologien bestückt und leiteten somit neue Äras ein. Die drei Buchstaben HTM lassen die Herzen von Sammlern und Fans auch nach 17 Jahren noch höher schlagen: Den 2012 in dieser Zusammenarbeit entstandenen Nike Lunar HTM Flyknit findet man beispielsweise – wenn überhaupt – nur für vierstellige Beträge im Netz. Doch auch frühe Modelle des kreativen Trios, wie etwa der Sock Dart oder der Air Woven, erfreuen sich großer Beliebtheit unter Nikes Jüngern und werden alle paar Jahre wieder neu aufgelegt.

Aber auch davor versuchte sich Nike oft daran, ausgefallene Designs mit ausgefeilter Funktionalität zu kombinieren. Sieht man sich beispielsweise die Schuhe an, die in den 1990er Jahren in den ACG- und Alpha Project-Sparten entworfen wurden, merkt man schnell, dass Nike seiner Zeit voraus war. Wer noch weiter in die Vergangenheit reist, etwa ins Jahr 1987, kommt am Air Max 1, beziehungsweise Air Max 87, nicht vorbei. Bei diesem Klassiker, der auch 30 Jahre später noch für Schlangen vor Sneaker-Stores verantwortlich ist, wird Tinker Hatfields Passion für Architektur erst richtig deutlich. Die romantische Geschichte des sichtbaren, hinter einem kleinen Fenster versteckten Air Systems, geht zurück auf das Centre Pompidou, einem Museum, das mitten in Paris steht. Hatfield ließ sich der Legende nach von diesem durchsichtigen Bauwerk der Postmoderne inspirieren. Beim Betrachten des Gebäudes konnte Hatfield sehen, was sich in seinem Inneren abspielt. Er wusste sofort, dass er dieses Konzept auf einen Schuh übertragen muss und der Rest ist Geschichte.

Mittlerweile gibt es so viele Air Max Modelle, dass es schier unmöglich ist, sie alle aufzuzählen. Ein Ende dieser Ära? Noch lange nicht in Sicht! Schon sehr bald findest Du bei HHV den neueste Vertreter der Reihe im Regal und Online. Der Air Max 270 React  vereint zwei der beliebtesten, aktuellen Nike Modelle. Sowohl die Midsole, als auch das Upper haben Anleihen vom Design des Nike React Element 87, der die Szene im Sommer 2018 ordentlich aufmischte. Für eine noch bessere Dämpfung sorgt jetzt die Air Unit des Air Max 270, der ebenfalls 2018 auf den Markt kam und seitdem aus keiner Fußgängerzone der westlichen Hemisphäre mehr wegzudenken ist. Der bei HHV erhältliche Colorway Phantom/University Red/Black/University Gold ist eine Ode an das Bauhaus und erinnert mit seinen starken Kontrastfarben besonders an dessen ikonische Tapeten und Möbelstücke, aber auch an den von Johannes Itten entworfenen Farbkreis. Auch der Mix aus Design und Funktionalität, für den die Designschule steht, ist Nike hier wieder in gewohnter Manier gelungen.

Also sei mal ehrlich, kannst du dir eine bessere Möglichkeit vorstellen, den Sommer 2019 zu zelebrieren als mit dem Nike Air Max React 270 »Bauhaus« am Fuß und einem Aperoli Spritzioli in der Hand?

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